30 Texte zwischen Poesie und Punk
Es gibt so eine gewisse Sorte Leute, die bereits erwachsen zur Welt kommen. Diplomingenieure. Steuerberater. FDP-Generalsekretäre. Leute, die Hubert heißen. Menschen mit einer Seele, so staubig wie ein halbtoter Kaktus auf dem Fensterbrett einer Studenten-WG. Natural born Klassensprecher. Menschgewordene Übergangsjacken in Beige.
Der Autor und Slam Poet Knud Hammerschmidt hat viele Eigenschaften, doch Beige als Charakterzug gehört nicht dazu. Zum Klassensprecher ist er auch nie gewählt worden, was ihm sehr entgegen kam. In diesem Buch versammelt er seine liebsten Bühnentexte und Shortstorys der letzten Jahre.
Knud Hammerschmidt reist mit seinen Alter Egos illegal hinter den Eisernen Vorhang, bedauert dass es keine Männer-Zeitschriften namens „Günther“ oder „Ulf-Torben“ gibt und macht sich Gedanken über die, ach so romantische, deutsche Seele. In Kurzgeschichten und Bühnentexten singt er ein Loblied auf die Stadt Fürth, macht einen Abstecher ins frühe Mittelalter zu Alfons dem Keuschen und gibt gleichzeitig Nachhilfe in Schweizerdeutsch und Niederländisch. Das eine oder andere romantische und nachdenkliche Intermezzo inklusive.